Wenn Krieg sich mit Kreuzen schmückt: Die gefährliche Verführung durch einen falschen Propheten
Es gibt wenige Dinge, die Gott mehr verabscheut, als wenn sein Name missbraucht wird, um Gewalt zu rechtfertigen, Unschuldige zu töten und Lügen zu verbreiten. In der langen Geschichte der Menschheit haben Machthabende immer wieder versucht, Religion als Deckmantel für ihre Gier, ihre Brutalität und ihren Machthunger zu benutzen. Sie haben Kreuze auf ihre Waffen gemalt, Gebete vor Schlachten gesprochen und behauptet, im Namen Gottes zu handeln, während sie in Wahrheit im Namen ihrer eigenen dunklen Ambitionen mordeten. Wladimir Putin ist ein erschreckendes Beispiel für diese uralte und tödliche Täuschung. Er präsentiert sich als Verteidiger des orthodoxen Glaubens, als Beschützer christlicher Werte, als jemand, der gegen den angeblich gottlosen Westen kämpft. Er lässt sich mit Priestern fotografieren, er küsst Ikonen, er spricht von heiliger Mission und göttlicher Vorsehung. Doch hinter dieser religiösen Fassade verbirgt sich ein Mann, dessen Taten das genaue Gegenteil von allem sind, was Jesus Christus gelehrt und vorgelebt hat. Putin ist kein Verteidiger des Glaubens, sondern ein Zerstörer von Leben. Er ist kein Prophet Gottes, sondern ein falscher Prophet, der die heiligsten Symbole des Christentums missbraucht, um seine brutale Aggression gegen die Ukraine zu legitimieren. Und doch gibt es Menschen in Deutschland, darunter auch Christen, die ihn bewundern, die ihn als Helden feiern, die seine Propaganda ungeprüft übernehmen und damit schuldig werden an der Verharmlosung von Krieg, Tod und unsäglichem Leid.
Die Ukraine ist nicht einfach ein politischer Konflikt oder eine geopolitische Schachpartie. Es ist ein Angriffskrieg, bei dem ein mächtiger Aggressor einen souveränen Nachbarstaat überfällt, Städte in Schutt und Asche legt, Zivilisten ermordet, Kinder traumatisiert, Frauen vergewaltigt und Millionen Menschen in die Flucht treibt. Es ist ein Krieg, der auf Lügen gebaut ist, auf erfundenen Bedrohungen, auf absurden Rechtfertigungen. Putin behauptet, die Ukraine sei von Nazis regiert, obwohl ihr Präsident jüdischer Herkunft ist und Familienmitglieder im Holocaust verloren hat. Er behauptet, russischsprachige Menschen würden verfolgt, obwohl es keine glaubwürdigen Beweise dafür gibt. Er behauptet, Russland sei bedroht, obwohl die Ukraine nie die Absicht oder die Mittel hatte, Russland anzugreifen. Und am schlimmsten: Er behauptet, dieser Krieg sei eine heilige Mission, eine Verteidigung christlicher Zivilisation, ein göttlich gebotener Kampf gegen den dekadenten Westen. Dies ist nicht nur eine politische Lüge, es ist eine theologische Blasphemie. Es ist der Missbrauch des Namens Gottes in seiner schlimmsten Form, und jeder Christ, der dies nicht erkennt oder sogar unterstützt, macht sich mitschuldig an dieser Gotteslästerung.
Die Bibel ist unmissverständlich in ihrer Haltung gegenüber Lügnern und falschen Propheten. In Johannes 8,44 sagt Jesus über den Teufel: “Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. Er war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.” Putin ist ein Lügner. Seine gesamte Rechtfertigung für diesen Krieg beruht auf Lügen. Seine Behauptungen über die Ukraine sind Lügen. Seine Versprechen an sein eigenes Volk sind Lügen. Seine Darstellung als christlicher Verteidiger ist eine Lüge.
Und wenn Christen diese Lügen glauben, wenn sie diese Lügen verbreiten, wenn sie diesen Lügner verteidigen, dann sind sie nicht mehr Nachfolger Christi, der die Wahrheit ist, sondern Anhänger des Vaters der Lüge.
Es gibt keine neutrale Position in dieser Frage. Entweder man steht auf der Seite der Wahrheit und erkennt Putin als das, was er ist, oder man steht auf der Seite der Lüge und macht sich mitschuldig an allem, was in seinem Namen geschieht.
Der Missbrauch des orthodoxen Glaubens durch Putin ist besonders heimtückisch, weil er die tiefe Frömmigkeit vieler Menschen ausnutzt. Die russisch orthodoxe Kirche hat eine ehrwürdige Geschichte, eine reiche theologische Tradition und hat unter kommunistischer Verfolgung unsägliches Leid ertragen. Doch unter der Führung von Patriarch Kirill ist sie zu einem Werkzeug des Kremls verkommen, zu einem Propagandainstrument, das Krieg segnet, Aggression rechtfertigt und Kritiker als Feinde des Glaubens diffamiert. Kirill selbst hat den Krieg gegen die Ukraine als heiligen Kampf bezeichnet, hat behauptet, dass Russen, die in diesem Krieg sterben, von allen Sünden gereinigt werden, als wären sie Märtyrer. Dies ist nicht christliche Lehre, dies ist eine perverse Verzerrung des Evangeliums.
Jesus hat nie gelehrt, dass Soldaten, die in Angriffskriegen sterben, automatisch erlöst sind. Im Gegenteil, er hat gesagt: “Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Gottes Kinder heißen. “Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.” Putin und Kirill verkünden das genaue Gegenteil: Selig sind die Eroberer, selig sind die Gewalttätigen, selig sind diejenigen, die im Namen der Nation morden. Dies ist keine christliche Botschaft, dies ist eine dämonische Verdrehung der Wahrheit.
Wie ist es möglich, dass Christen in Deutschland auf diese Täuschung hereinfallen? Wie können Menschen, die behaupten, die Bibel zu kennen und Christus nachzufolgen, einen Mann bewundern, der Krieg führt, lügt und unschuldige Menschen töten lässt? Die Antwort liegt in einer Mischung aus Desinformation, Angst und einer gefährlichen Sehnsucht nach starken Führern, die einfache Antworten auf komplexe Fragen bieten. Viele dieser Menschen sind frustriert über gesellschaftliche Entwicklungen im Westen, über Säkularisierung, über moralischen Relativismus, über den Verlust traditioneller Werte. Sie sehen in Putin einen Mann, der sich gegen diese Entwicklungen stellt, der traditionelle Familie betont, der sich öffentlich zum Glauben bekennt, der den Westen als dekadent kritisiert. Und weil sie diese Kritik teilen, sind sie bereit, seine Verbrechen zu übersehen oder sogar zu rechtfertigen. Sie fallen auf die gleiche Täuschung herein wie so viele vor ihnen: Sie glauben, dass der Zweck die Mittel heiligt, dass ein Mensch, der einige richtige Dinge sagt, auch in seinen Taten gerechtfertigt ist.
Doch die Bibel lehrt genau das Gegenteil. In Sprüche 6, 16–19 listet Gott sieben Dinge auf, die er hasst: “stolze Augen, eine Lügen redende Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, ein Herz, das böse Pläne schmiedet, Füße, die schnell zum Bösen laufen, ein falscher Zeuge, der Lügen vorbringt, und einer, der Zwietracht stiftet zwischen Brüdern.” Putin erfüllt jedes einzelne dieser Merkmale. Wie kann ein Christ einen solchen Mann verteidigen oder bewundern?
Die Verherrlichung Putins unter einigen deutschen Christen ist auch deshalb so verstörend, weil sie eine erschreckende Geschichtsvergessenheit offenbart. Deutschland hat in seiner eigenen Geschichte erlebt, wohin es führt, wenn Christen sich von charismatischen Führern blenden lassen, die vorgeben, christliche Werte zu verteidigen, während sie in Wahrheit Tod und Zerstörung bringen. Die Deutschen Christen unter dem Nationalsozialismus haben genau diesen Fehler gemacht: Sie haben Hitler als Retter gesehen, sie haben seine Rhetorik über Volk und Vaterland übernommen, sie haben weggeschaut, als Unrecht geschah, sie haben ihre Theologie verdreht, um Rassenhass und Krieg zu rechtfertigen. Und nach dem Krieg mussten sie erkennen, dass sie nicht Christus gedient hatten, sondern einem dämonischen Regime. Die Geschichte wiederholt sich nicht genau, aber sie reimt sich. Und heute, achtzig Jahre später, machen wieder einige Christen denselben tragischen Fehler. Sie lassen sich von einem autoritären Führer verführen, der religiöse Sprache benutzt, während er Verbrechen begeht. Sie rechtfertigen das Unentschuldbare, sie verharmlosen das Böse, sie stellen ihre politischen Überzeugungen über ihr christliches Gewissen. Und eines Tages werden auch sie erkennen müssen, dass sie auf der falschen Seite der Geschichte standen, dass sie einem falschen Propheten gefolgt sind, dass sie schuldig geworden sind durch ihr Schweigen oder ihre Zustimmung.
Jesus hat seinen Nachfolgern nicht versprochen, dass sie immer stark, mächtig oder auf der siegreichen Seite stehen würden.
Im Gegenteil, er hat gesagt: “Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, würde die Welt das Ihre lieben. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.” (Johannes 15,18–19)
Die Nachfolge Christi bedeutet nicht, sich mit den Mächtigen zu verbünden, sondern auf der Seite der Wahrheit zu stehen, auch wenn es unbequem ist, auch wenn es Widerspruch bedeutet, auch wenn es Verlust bedeutet.
Christen, die Putin verteidigen, haben diese grundlegende Wahrheit vergessen. Sie haben ihre Hoffnung auf einen irdischen Herrscher gesetzt statt auf den König der Könige. Sie haben ihre Identität in politischer Ideologie gefunden statt in Christus. Und sie haben ihre prophetische Stimme verloren, weil sie nicht mehr bereit sind, Unrecht beim Namen zu nennen, wenn es von jemandem begangen wird, den sie bewundern.
Die ukrainischen Christen, sowohl orthodoxe als auch evangelikale, leiden unter diesem Krieg auf eine Weise, die viele im bequemen Deutschland sich nicht vorstellen können. Ihre Kirchen werden bombardiert, ihre Priester werden getötet, ihre Familien werden auseinandergerissen. Sie beten um Frieden, sie helfen den Verwundeten, sie teilen ihr letztes Brot mit Flüchtlingen. Sie sind die wahren Zeugen Christi in dieser dunklen Zeit. Und wenn deutsche Christen den Aggressor verteidigen, der dieses Leid verursacht, dann verraten sie nicht nur ihre ukrainischen Geschwister, sondern auch Christus selbst. In Matthäus 25,40 sagt Jesus: “Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.” Die ukrainischen Christen sind diese geringsten Brüder.
Wer ihre Leiden ignoriert oder den Mann verteidigt, der diese Leiden verursacht, der versündigt sich an Christus selbst.
Es ist Zeit für deutsche Christen, aufzuwachen, ihre Augen zu öffnen und die Wahrheit zu sehen. Putin ist kein Held, er ist ein Tyrann. Er ist kein Verteidiger des Glaubens, er ist ein Missbraucher des Glaubens. Er ist kein Prophet Gottes, er ist ein falscher Prophet, vor dem die Schrift uns eindringlich warnt. Wer ihm folgt, wer ihn verteidigt, wer seine Lügen glaubt, der folgt nicht Christus, sondern dem Geist dieser Welt, der Macht über Wahrheit stellt, der Gewalt über Liebe stellt, der nationale Größe über menschliches Leben stellt.
In Offenbarung 18,4 ruft eine Stimme vom Himmel: “Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden, und hinaus aus ihren Plagen, damit ihr sie nicht empfangt!” Dies ist ein Ruf zur Umkehr, ein Ruf zur Abkehr von allem, was Gott widerspricht. Deutsche Christen müssen sich von der Putin-Verehrung abwenden, sie müssen ihre Komplizenschaft bekennen, sie müssen auf die Seite der Wahrheit, der Gerechtigkeit und des Friedens treten. Alles andere ist Verrat an dem, dem sie vorgeben nachzufolgen.
