Bibelblogger

"HERR, du bist Gott, und deine Worte sind Wahrheit." (2.Samuel 7,28)

Diese Welt vergeht: Gottes geistliches Reich bleibt!

Beckblogger (5)

Die Unter­schei­dung zwis­chen dieser Welt und der geistlichen Welt: Ein bibel­treuer Blick

In der Heili­gen Schrift begeg­net uns eine klare Unter­schei­dung zwis­chen zwei Wel­ten: der sicht­baren, materiellen und vergänglichen Welt, in der wir unseren All­t­ag gestal­ten, und der unsicht­baren, geistlichen und ewigen Welt, die Gott selb­st zu seinem Reich zählt. Diese Gegenüber­stel­lung ist von entschei­den­der Bedeu­tung für das Leben im Glauben. Denn nur wer erken­nt, dass alles Irdis­che dem Ver­fall unter­liegt, wird ler­nen, seinen Blick nicht von vergänglichen Din­gen blenden zu lassen, son­dern ihn bewusst auf das auszuricht­en, was Bestand hat: Gottes Wirk­lichkeit und seine Ver­heißun­gen. Ein solch­er Fokus schenkt Ori­en­tierung und bewahrt davor, im Strom der Zeit unterzuge­hen. Darum wollen wir in diesem Artikel anhand des bib­lis­chen Zeug­niss­es sorgfältig ent­fal­ten, wie diese bei­den Wel­ten voneinan­der unter­schieden wer­den – und warum es für jeden Chris­ten lebenswichtig ist, sich auf die geistliche Welt auszuricht­en, die allein Hoff­nung und Zukun­ft ver­heißt.

1. Die Welt – vergänglich und von Gott getrennt

Der bib­lis­che Aus­druck „diese Welt“ beze­ich­net häu­fig das gegen­wär­tige Sys­tem, das von Sünde, Vergänglichkeit und Tod beherrscht wird. Es ist die Sphäre, in der der Men­sch vor allem seine fleis­chlich-materiellen Bedürfnisse auslebt. Doch diese Welt hat keinen bleiben­den Bestand – sie ist dem Unter­gang gewei­ht und wird eines Tages verge­hen.

Das Vergängliche der Welt

Der Apos­tel Johannes schreibt in 1. Johannes 2,15–17 (LUTH 1984):“Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleis­ches Lust und der Augen Lust und hof­fär­tiges Leben, ist nicht vom Vater, son­dern von der Welt. Und die Welt verge­ht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.”

Dieser Vers verdeut­licht mit großer Klarheit:

  • Die Liebe zur Welt ste­ht im unüber­brück­baren Gegen­satz zur Liebe zu Gott. Wer sein Herz an das Vergängliche hängt, ver­liert den Blick für das Ewige.
  • Die Welt mit ihren Begier­den – „Lust des Fleis­ches“, „Lust der Augen“ und „hochmütiges Prahlen“ – ist dem Unter­gang gewei­ht. Alles, was Men­schen ohne Gott erstreben, wird verge­hen.
  • Wer aber den Willen Gottes tut, hat Anteil an dem, was bleibt: dem ewigen Leben in Gemein­schaft mit Gott.

Damit wird deut­lich: Die Entschei­dung, woran wir unser Herz hän­gen, ist eine Entschei­dung über unsere Zukun­ft. Die Welt lockt mit Glanz und Genuss, doch sie kann keine bleibende Hoff­nung schenken. Nur die Aus­rich­tung auf Gottes Willen führt in das Reich, das nicht verge­ht.

Der Apos­tel Paulus betont eben­falls in 2. Korinther 4,18: “.…uns, die wir nicht sehen auf das Sicht­bare, son­dern auf das Unsicht­bare. Denn was sicht­bar ist, das ist zeitlich; was aber unsicht­bar ist, das ist ewig.” (LUTH 1984)

Paulus richtet unseren Blick bewusst weg von dem, was vor Augen liegt und dem natür­lichen Men­schen so wichtig erscheint. Das Sicht­bare – Besitz, Erfolg, äußere Schön­heit, men­schliche Anerken­nung – ist vergänglich und dem Zer­fall unter­wor­fen. Doch das Unsicht­bare, das Reich Gottes und seine Ver­heißun­gen, bleibt beste­hen in Ewigkeit. Indem wir ler­nen, nicht auf das Zeitliche zu schauen, son­dern unser Herz auf das Ewige auszuricht­en, gewin­nen wir eine neue Per­spek­tive: Wir leben nicht mehr für das, was verge­ht, son­dern für das, was bleibt. Diese Hal­tung schenkt Hoff­nung mit­ten in Leid und Ori­en­tierung in ein­er Welt, die oft nur das Sicht­bare feiert. Paulus lädt uns ein, im Glauben die unsicht­bare Wirk­lichkeit Gottes zu ergreifen – eine Wirk­lichkeit, die schon jet­zt unser Leben prägt und in der Ewigkeit vol­len­det wird.

In Johannes 12,31 beze­ich­net Jesus Satan als den „Herrsch­er dieser Welt“: „Jet­zt erge­ht das Gericht über diese Welt; jet­zt wird der Fürst dieser Welt hin­aus­ge­wor­fen wer­den.“ Damit wird deut­lich: Die „Welt“ ist nicht nur die sicht­bare Schöp­fung, son­dern zugle­ich ein Sys­tem, das unter der Herrschaft Satans ste­ht und Gottes Ord­nung wider­spricht. Dieses Wel­tensys­tem ist geprägt von Sünde, Unglauben und Gottes­ferne. Es ver­führt den Men­schen dazu, sich von Gott abzuwen­den und stattdessen den vergänglichen Maßstäben dieser Welt zu fol­gen. Doch Jesu Wort ver­heißt zugle­ich Hoff­nung: Der Fürst dieser Welt ist bere­its gerichtet, und sein Macht­bere­ich wird ein Ende haben. Wer sich an Chris­tus hält, lebt nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde, son­dern unter der Frei­heit und Wahrheit des Reich­es Gottes.

2. Die geistliche Welt – Gottes Wirklichkeit und ewiges Reich

Im Gegen­satz zur vergänglichen Welt ste­ht die geistliche Welt – Gottes Gebi­et. Sie ist sicht­bar nicht mit den Sin­nen wahrnehm­bar, son­dern geistlich. Hier regiert Gott und sein Geist, hier herrscht Wahrheit, Heiligkeit und ewiges Leben.

Die geistliche Welt ist ewig

Der Brief an die Hebräer stellt klar, dass die von Gott geschaf­fene unsicht­bare Welt ewig ist (Hebräer 9,27–28): “Und wie den Men­schen bes­timmt ist, ein­mal zu ster­ben, danach aber das Gericht: so ist auch Chris­tus ein­mal geopfert wor­den; zum zweit­en Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, son­dern denen, die auf ihn warten, zum Heil.” (LUTH 1984)

Der Hebräer­brief macht deut­lich, dass die von Gott geschaf­fene unsicht­bare Welt ewig ist und nicht dem Ver­fall unter­liegt wie die sicht­bare, materielle Welt. Manche Chris­ten missver­ste­hen diesen Vers, indem sie meinen, Chris­tus müsse immer wieder geopfert wer­den oder dass sein Werk unvoll­ständig sei. Doch der Text betont aus­drück­lich: „ein­mal“ – sowohl für das Ster­ben des Men­schen als auch für das Opfer Christi. Jesu ein­ma­liges Opfer ist vol­lkom­men und endgültig; es muss nicht wieder­holt wer­den. Sein zweites Kom­men geschieht nicht mehr „der Sünde wegen“, son­dern zur Vol­len­dung des Heils für die, die ihn erwarten. Damit wird klar: Das Gericht über die Sünde ist bere­its geschehen am Kreuz, und die unsicht­bare, ewige Welt Gottes ist der Ort, an dem dieses Heil endgültig offen­bar wird. Chris­ten sind ein­ge­laden, ihre Hoff­nung nicht auf das Vergängliche zu set­zen, son­dern auf die bleibende Wirk­lichkeit des Reich­es Gottes, das in Chris­tus schon jet­zt ange­brochen ist und in Ewigkeit beste­hen wird.

Das Wiederkom­men Christi und die Ver­wand­lung der Welt

Die Bibel bezeugt klar, dass das Wiederkom­men Jesu Chris­tus ein entschei­den­der Wen­depunkt der Geschichte sein wird. Wenn CHRISTUS in Her­rlichkeit erscheint, wird es zur Tren­nung zwis­chen Gläu­bi­gen und Ungläu­bi­gen kom­men. Jesus selb­st sagt: „So wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel wer­den aus­ge­hen und die Bösen von den Gerecht­en schei­den.…und wer­den sie in den Feuero­fen wer­fen; da wird Heulen und Zäh­neklap­pern sein” (Matthäus 13,49 LUTH 1984). Für die Gläu­bi­gen bedeutet sein Kom­men die Vol­len­dung des Heils, für die Ungläu­bi­gen das Gericht.

Die vergängliche Welt wird ver­wan­delt und durch Gottes Macht erneuert. Paulus schreibt: „Denn wir wis­sen: wenn unser irdis­ches Haus, diese Hütte, abge­brochen wird, so haben wir einen Bau von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Hän­den gemacht, das ewig ist im Him­mel“ (2. Korinther 5,1 LUTH 1984). Die sicht­bare Schöp­fung, die dem Ver­fall unter­liegt, wird durch eine neue, ewige Wirk­lichkeit erset­zt.

Beim Wiederkom­men Jesu wird die Herrschaft Gottes endgültig offen­bar. Johannes beschreibt in der Offen­barung: „Und ich sah einen neuen Him­mel und eine neue Erde; denn der erste Him­mel und die erste Erde sind ver­gan­gen“ (Offen­barung 21,1 LUT 1984). Damit wird deut­lich: Die alte Welt verge­ht, und Gott schafft eine neue Ord­nung, in der Gerechtigkeit und Frieden wohnen.

Für die Gläu­bi­gen ist dies die große Hoff­nung: „Denn der Herr selb­st wird, wenn der Befehl erge­ht und die Stimme des Erzen­gels und die Posaune Gottes erschallt, herniederkom­men vom Him­mel, und die Toten in Chris­tus wer­den zuerst aufer­ste­hen. Danach wer­den wir, die wir leben und übrig bleiben, zugle­ich mit ihnen entrückt wer­den auf den Wolken in die Luft dem Her­rn ent­ge­gen; und so wer­den wir bei dem Her­rn sein allezeit“ (1. Thes­sa­lonich­er 4,16–17 LUTH 1984).

In Matthäus 6,19–21 sagt Jesus: “Ihr sollt euch nicht Schätze sam­meln auf Erden, so wie die Mot­ten und der Rost fressen und wo die Diebe ein­brechen und stehlen. Sam­melt euch aber Schätze im Him­mel, wo sie wed­er Mot­ten noch Rost fressen und wo Diebe nicht ein­brechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.” (LUTH 1984) Diese Stelle macht das Ziel klar: Unser Fokus und unser Herz sollen auf die geistliche Real­ität gerichtet sein, nicht auf die vergängliche Welt.

Das himm­lis­che Reich – unsere wahre Heimat

Paulus beschreibt in Philip­per 3,20–21 die wahre Heim­statt der Chris­ten: “Unser Bürg­er­recht aber ist im Him­mel; woher wir auch erwarten den Hei­land, den Her­rn Jesus Chris­tus, der unsern nichti­gen Leib ver­wan­deln wird, dass er gle­ich werde seinem ver­her­rlichen Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge unter­tan machen kann” (LUTH 1984).

Paulus macht in diesen Versen deut­lich, dass die wahre Heimat der Chris­ten nicht in dieser vergänglichen Welt liegt, son­dern im Him­mel, wo Chris­tus als Herr und Hei­land thront. Unser „Bürg­er­recht“ ist nicht irdisch, son­dern himm­lisch – wir gehören geistlich bere­its zu Gottes Reich. Das Leben auf Erden ist daher nur eine vorüberge­hende Phase, ein Pil­ger­weg, bis wir in die vol­len­dete Gemein­schaft mit Chris­tus ein­treten. Die große Hoff­nung, die Paulus beschreibt, ist die Ver­wand­lung unseres „nichti­gen Leibes“: Das, was jet­zt schwach, vergänglich und dem Tod unter­wor­fen ist, wird durch die Kraft Christi ver­wan­delt und seinem ver­her­rlicht­en Leib gle­ichgestal­tet. Damit wird die Aufer­ste­hung­shoff­nung konkret: Wir erwarten nicht nur eine geistliche Nähe zu Chris­tus, son­dern eine leib­liche Verk­lärung, die uns Anteil gibt an sein­er Her­rlichkeit. Diese Zusage schenkt Trost und Ori­en­tierung – sie ruft uns dazu auf, unser Leben nicht an das Vergängliche zu binden, son­dern im Bewusst­sein zu leben, dass unsere wahre Heimat im Him­mel ist und unsere Zukun­ft in der ewigen Welt mit Chris­tus liegt.

Die klare Unter­schei­dung zwis­chen der vergänglichen Welt und der geistlichen, ewigen Wirk­lichkeit ist der Schlüs­sel zu einem Leben im Glauben. Wer erken­nt, dass alles Irdis­che dem Ver­fall unter­liegt, wird frei, seine Pri­or­itäten neu zu ord­nen und sie auf das Reich Gottes auszuricht­en. Jesus selb­st mah­nt: „Tra­chtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach sein­er Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufall­en“ (Matthäus 6,33 LUTH 1984). Das bedeutet: Wir sollen uns nicht von den glänzen­den, aber vergänglichen Din­gen dieser Welt gefan­gen nehmen lassen, son­dern unser Herz auf das Ewige richt­en – auf die Gemein­schaft mit Gott, die Hoff­nung auf Chris­tus und die Ver­heißung des ewigen Lebens. Diese Aus­rich­tung schenkt innere Ruhe, auch wenn die äußeren Umstände unsich­er sind, und sie bewahrt uns davor, unser Leben an das zu binden, was verge­ht. Wer auf das Ewige ver­traut, lebt schon jet­zt in der Frei­heit der Kinder Gottes und darf gewiss sein, dass sein Leben in Chris­tus einen bleiben­den Sinn und eine unvergängliche Zukun­ft hat.

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