Bibelblogger

"HERR, du bist Gott, und deine Worte sind Wahrheit." (2.Samuel 7,28)

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Gottes Wort täglich lieben und leben!

Beckblogger (14)

Psalm 1

“Wohl dem, der nicht wan­delt im Rat der Got­t­losen noch tritt auf den Weg der Sün­der noch sitzt, wo die Spöt­ter sitzen, son­dern hat Lust am Gesetz des HERRN und sin­nt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasser­bächen, der seine Frucht bringt zu sein­er Zeit, und seine Blät­ter ver­welken nicht. Und was er macht, das gerät wohl. Aber so sind die Got­t­losen nicht, son­dern wie Spreu, die der Wind ver­streut. Darum beste­hen die Got­t­losen nicht im Gericht noch die Sün­der in der Gemeinde der Gerecht­en. Denn der HERR ken­nt den Weg der Gerecht­en, aber der Got­t­losen Weg verge­ht.”

Liebe Geschwis­ter im Her­rn, heute ste­hen wir vor einem Wort, das zugle­ich eine Zusage und eine ern­ste Mah­nung ist. Der Psalmist sagt: Wohl dem, der nicht wan­delt im Rat der Got­t­losen, noch tritt auf den Weg der Sün­der, noch sitzt, wo die Spöt­ter sitzen. Dieses Wort lädt uns ein, innezuhal­ten und darüber nachzu­denken, wie wir unser Leben gestal­ten. Es zeigt uns den Weg zu einem Leben, das in Gottes Nähe ste­ht, und warnt vor den Gefahren, wenn wir uns von der Welt, ihren Ver­lock­un­gen und ihrem Spott ein­fan­gen lassen. Wer sich auf den Pfad der Got­t­losen beg­ibt, läuft Gefahr, sich zu ent­fer­nen von der Quelle des Lebens, von der wir durch Gottes Wort leben sollen. Es ist deshalb von großer Wichtigkeit, dass wir wach­sam sind, um nicht unbe­wusst in alte Gewohn­heit­en der Sünde zurück­z­u­fall­en, son­dern uns bewusst für den Weg der Gerechtigkeit zu entschei­den. Der Weg der Gerechtigkeit begin­nt dort, wo wir uns bewusst vom Spott der Welt abwen­den und Gottes Nähe suchen.

Der Psalm ver­gle­icht den Men­schen, der seine Freude an Gottes Gesetz hat und darüber Tag und Nacht nachsin­nt, mit einem Baum, gepflanzt an Wasser­bächen. Dieses Bild öffnet uns ein Fen­ster in die Real­ität eines Lebens in Gott. Ein Baum wächst kräftig und stark dort, wo er gute Wurzeln hat und wo beständi­ges Wass­er ihm zuwächst. So ist es auch mit uns. Wenn wir täglich im Gebet, im Hören auf Gottes Wort und im Nachsin­nen über seine Ver­heißun­gen ver­har­ren, dann sind wir wie dieser Baum, der niemals ver­dor­rt. Solch ein Leben ist geprägt von ein­er inneren Kraft, die uns trägt und befähigt, Frucht zu brin­gen zur recht­en Zeit. Unsere Tat­en haben Gewicht und Bedeu­tung, sie spiegeln Gottes Liebe und Wahrheit wider. Auch wenn äußere Umstände schwierig sind, unsere „Blät­ter“ wer­den nicht welken. Das heißt, unser Glaube wird lebendig bleiben, unsere Hoff­nung unver­loren und unsere Freude uner­schüt­ter­lich. Die Frei­heit in Chris­tus ist kein Freib­rief für das Ich, son­dern ein Ruf ins Licht der Wahrheit.

Doch im Gegen­satz dazu ste­ht der Zus­tand der Got­t­losen, die der Psalm mit Spreu ver­gle­icht, die vom Wind ver­we­ht wird. Spreu ist bedeu­tungs­los und leicht wegzu­tra­gen, sie hat keine Beständigkeit. So erleben Men­schen ihr Leben, die sich von Gott abwen­den, die nicht auf seine Stimme hören und statt dessen dem Rat der Welt fol­gen. Diese Men­schen mögen viel Erfolg und Reich­tum erleben, doch ihre Wurzeln reichen nicht tief und ihr Weg führt nicht zum Leben, son­dern zur Vergänglichkeit.

Das Gericht Gottes wird sie nicht beste­hen lassen, denn Gottes Maßstab ist heilig und gerecht. Die Gemeinde der Heili­gen ist kein Ort für die, die nicht nach Gottes Willen wan­deln, und so mah­nt der Psalm uns, uns selb­st zu prüfen, welche Gemein­schaft wir suchen und wo unser Herz wirk­lich zuhause ist. Wer Gottes Gericht beste­hen will, muss sich prüfen lassen, nicht nur im Beken­nt­nis, son­dern im Wan­del.

Diese Worte sind heute genau­so wichtig wie damals als sie niedergeschrieben wur­den. In ein­er Zeit voller Unsicher­heit­en, Bedro­hun­gen, Ver­lock­un­gen und zahlre­ich­er falsch­er Wege ist der Ruf Gottes klar: Wäh­le den Pfad der Gerechtigkeit, halte dich an sein Wort und ver­traue auf ihn, der deinen Weg ken­nt. Dieser Weg ver­langt von uns, dass wir uns täglich entschei­den, bewusst Abstand zu nehmen von dem, was uns von Gott tren­nt, und unsere Wurzeln tief in seine Liebe schla­gen. Wie Paulus in seinem Brief an die Galater schreibt, sollen wir in der Frei­heit leben, zu der Chris­tus uns befre­it hat, und nicht wieder unter das Joch der Knechtschaft zurück­kehren.

“Zur Frei­heit hat uns Chris­tus befre­it! So ste­ht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft aufle­gen.“ (Galater 5,1) Diese Frei­heit aber bedeutet nicht Frei­heit von Ver­ant­wor­tung oder ein Leben nach eige­nen Maßstäben, son­dern die Frei­heit, Gott zu fol­gen und in seinem Licht zu wan­deln. Die Frei­heit in Chris­tus ist kein Freib­rief für das Ich, son­dern ein Ruf ins Licht der Wahrheit.

Wer diesen Weg geht, der darf wis­sen, dass er nicht allein unter­wegs ist. Der Herr ken­nt den Weg der Gerecht­en. Das ist eine tiefe und per­sön­liche Botschaft. Es bedeutet, dass Gott uns sieht, er ken­nt unsere Schritte, er führt und begleit­et uns. Er hält uns fest, auch wenn der Weg steinig und schw­er wird, auch wenn Zweifel und Äng­ste uns bedrän­gen. Diese Gottes­nähe schenkt Kraft und Zuver­sicht, gibt uns Halt, wenn wir son­st ins Wanken ger­at­en kön­nten. Sie lässt unser Leben frucht­bar und lebendig bleiben, selb­st mit­ten in Her­aus­forderun­gen und Prü­fun­gen. So wird unser Leben ein Zeug­nis sein­er Treue und sein­er ret­ten­den Liebe, die uns durch alle Zeit­en trägt.

Die Ein­ladung an uns heute lautet: Lasst uns täglich unser Herz an Gottes Wort hän­gen, darüber nach­denken und in uns aufnehmen, was er uns sagt. Unser Glaube lebt nicht von schnellen Worten oder ober­fläch­lichem Lesen, son­dern von ein­er tiefen und beständi­gen Beziehung zu Gott – durch sein Wort und das Gebet. So wie der Baum an den Wasser­bächen stets Nahrung erhält und nicht ver­welkt, so sollen auch wir unseren geistlichen Durst bei Gott stillen. Und so kön­nen wir Frucht brin­gen, die nicht vergänglich ist, son­dern anderen Men­schen Segen und Ermu­ti­gung schenkt. Wer Gottes Wort im Herzen bewegt, bringt Frucht, die bleibt – zum Segen für andere.

Möge dieser Psalm uns in unser­er Gemeinde, in unserem per­sön­lichen Glaubensleben und in unserem All­t­ag eine ständi­ge Erin­nerung sein, wach­sam zu bleiben, das Leben in Gottes Nähe zu suchen und uns nicht durch die lock­enden Stim­men der Welt beir­ren zu lassen. Denn wenn wir uns an Gottes Gesetz freuen und über sein Wort Tag und Nacht nachsin­nen, dann wird unser Leben frucht­bar sein. Wir wer­den nicht nur für uns selb­st Halt und Kraft find­en, son­dern auch für unsere Mit­men­schen ein Segen sein. So wollen wir stand­haft bleiben auf dem Weg der Gerechtigkeit – eingewurzelt in der Liebe Gottes, getra­gen von sein­er Kraft und sich­er, bis wir das Ziel erre­ichen.

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